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                         Der Leineweber
Die Figur des Leineweber erinnert an das weitverbreitete Handwerk des Leinenwebens in Bielefeld und Umland.


Das markanteste an der Figur ist seine goldene Farbe, der Sack (Rucksack) und
die dazugehörige Pfeife.

Dem Leineweber widmete man in der Vergangenheit auch ein Lied in mehreren, abgewandelten Versionen.

Das älteste und beliebteste Stadtfest Bielefelds ist dem Leineweber geschuldet.

                                 Der Leinewebermarkt

                     Lied vom Leineweber

Von den Leinewebern

1.
Die Leineweber haben eine saubere Zunft,
                      Harum didscharum –
Mittfasten halten sie Zusammenkunft,
                      Harum didscharum –
Aschegraue, dunkelgraue, – mir ein Viertel, | dir ein Viertel, –                       [S. 297]
Fein oder grob, Geld giebts doch, aschegraue, dunkelblaue. –

2.
Die Leineweber schlachten alle Jahr zwei Schwein,
                      Harum didscharum –
Das eine ist gestohlen, das andre ist nicht sein,
                      Harum didscharum –
Aschegraue, dunkelgraue, – mir ein Viertel, dir ein Viertel, –
Fein oder grob, Geld giebts doch, aschegraue, dunkelblaue. –

3.
Die Leineweber nehmen keinen Lehrjungen an,
                      Harum didscharum –
Der nicht sechs Wochen lang hungern kann,
                      Harum didscharum –
Aschegraue, dunkelgraue, – mir ein Viertel, dir ein Viertel, –
Fein oder grob, Geld giebts doch, aschegraue, dunkelblaue. –

4.
Die Leineweber haben auch ein Schifflein klein,
                      Harum didscharum –
Da fahren sie die Mücken und die Flöhe drein,
                      Harum didscharum –
Aschegraue, dunkelgraue, – mir ein Viertel, dir ein Viertel, –
Fein oder grob, Geld giebts doch, aschegraue, dunkelblaue. – |                     [S. 298]

5.
Die Leineweber machen eine zarte Musik,
                      Harum didscharum –
Als führen zwanzig Müllerwagen über die Brück,
                      Harum didscharum –
Aschegraue, dunkelgraue, – mir ein Viertel, dir ein Viertel, –
Fein oder grob, Geld giebts doch, aschegraue, dunkelblaue. –



Liederbuch für deutsche Künstler. Hrsg. von Franz Kugler und R[obert] Reinick. Berlin: Vereins-Buchhandlung 1833, S. 296–298 (Nr. 206).
DVA: V 3/3151

Dort folgende Herkunftsangabe: "Volkslied".


Beim Anklicken des Links findet man auch die erste mündlich überlieferte Fassung des Liedes mit Kommentar. Die anderen
Textvarianten des Liedes sind durchaus interessant!

Link und Quelle:     Hier



                         Kunsthalle Bielefeld

Bielefeld besitzt eine Kunsthalle. Das ist dieser Klotz in der 
Nähe des heutigen Adenauerplatzes.

Über Geschmack lässt es sich ja bekanntlich trefflich streiten.
Mit Schönheit oder Aesthetik hat dieser Bau
Nichts gemein.

Und ausgefallen, wenn man so will, schon gar nicht.

Da nimmt sich ein Hundertwasser schon ganz anders aus. Aber 
dies ist wahrlich kein Vergleich.
                      Hundertwasser würde protestieren!

Zu verdanken ist der Bau einer Stiftung der ansässigen Familie 
Oetker.
Nach Quereleien mit dem Rot-Grünen
Stadtrat über die 
Namensgebung zog die Fam. Oetker ihre persönlichen 
Leihgaben aus der Ausstellung zurück.


Auf der Rasenfläche in der angrenzenden Parkanlage steht ein "Kunstwerk", welches
aussieht, wie ein Loch.

                   A und O werden die Betrachter wohl sagen.

                            Aber Kunst ist frei und so sei es!