Von den Leinewebern
1.
Die Leineweber haben eine saubere Zunft,
Harum didscharum –
Mittfasten halten sie Zusammenkunft,
Harum didscharum –
Aschegraue, dunkelgraue, – mir ein Viertel, | dir ein Viertel, – [S. 297]
Fein oder grob, Geld giebts doch, aschegraue, dunkelblaue. –
2.
Die Leineweber schlachten alle Jahr zwei Schwein,
Harum didscharum –
Das eine ist gestohlen, das andre ist nicht sein,
Harum didscharum –
Aschegraue, dunkelgraue, – mir ein Viertel, dir ein Viertel, –
Fein oder grob, Geld giebts doch, aschegraue, dunkelblaue. –
3.
Die Leineweber nehmen keinen Lehrjungen an,
Harum didscharum –
Der nicht sechs Wochen lang hungern kann,
Harum didscharum –
Aschegraue, dunkelgraue, – mir ein Viertel, dir ein Viertel, –
Fein oder grob, Geld giebts doch, aschegraue, dunkelblaue. –
4.
Die Leineweber haben auch ein Schifflein klein,
Harum didscharum –
Da fahren sie die Mücken und die Flöhe drein,
Harum didscharum –
Aschegraue, dunkelgraue, – mir ein Viertel, dir ein Viertel, –
Fein oder grob, Geld giebts doch, aschegraue, dunkelblaue. – | [S. 298]
5.
Die Leineweber machen eine zarte Musik,
Harum didscharum –
Als führen zwanzig Müllerwagen über die Brück,
Harum didscharum –
Aschegraue, dunkelgraue, – mir ein Viertel, dir ein Viertel, –
Fein oder grob, Geld giebts doch, aschegraue, dunkelblaue. –