Ein Lied des Rühler Dichters Ludwig Storch
Daos Lied von d’r Ruhl
>Eas gitt nuir ei Ruhl in d'r Wealt.
So Neaster bie Etterweengen,
Die säin ju üwweraol mannelswies
In dütschen Rich ze feengen.
Aowwer bie sich au änner steallt,
Hea feengt nuir ei Ruhl in d'r Wealt.
Eas gitt au nuir ei Rühler Spraoch.
Eas lernt se au kei Frömmer,
Unn bann'e se Joihr unn Taogk studiert,
Hea moacht's nuir ümmer dömmer.
Drömm bie sich au ea Frömmer steallt,
Eas lernt se känner in d’r Wealt<
Der Rühler Springer
Ein Volkstanz
Im 17. Jahrhundert führte die Handwerkszunft der Klingen- und
Messerschmiede in Ruhla zur Fastnachtszeit und bei besonderen Anlässen
ein Tanzritual auf, das als Schwert- oder Messertanz
beschrieben wird. Die aus den Zunftmitgliedern ausgewählten 16 bis 20
Tänzer führten einen rasanten Schautanz auf, der von den Tänzern mit
höchster Konzentration und Präzision getanzt werden musste, da er mit
blanken Messern oder Schwertern in den Händen ausgeführt wurde.
Der Rühler Springer zählt zu den Tänzen, die im 18.
Jahrhundert bei Volksfesten sehr beliebt waren, er wird heutzutage
durch Mitglieder verschiedener Folklore- und Trachtenvereine aufgeführt.
Dieses von eigenartigen Überlieferungen getragene
Traditionsgebiet genannt - die Ruhl - wird als besonders tanzfreudig
bezeichnet; denn nicht anders ist jene kuriose Anordnung der Herzöge
von Gotha und Eisenach aus dem Jahre 1680 zu verstehen, die den Ruhlaer
Einwohnern bei ihrem vitalen Volkstanz, dem Rühler Springer, der auch
heute noch weithin bekannt ist und gepflegt wird, das abscheuliche
Rufen, Jauchzen und Lärmen und das Ãrgerliche Verdrehen, Heben,
Betasten und Schwenken der Weibspersonen bei harter Strafe verbot.
Hier spiegelt sich der vergebliche Versuch einer absolutistischen
Herrschaftsordnung wider, dem Volke ihren höfischen und puritanischen
Lebensstil aufzuzwingen.
Kurt Thomas /Volksmusik im Thüringer Wald und Schiefergebirge
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Springen beim Tanz hat mit Lebensfreude zu tun.
Im Englischen heisst "Spring" Frühling.
Der Tanz zeigt deutlich die Handschrift der Sachsen.
Die Rühler Trachten, wie auch ihre Verwandten im Umland
zeigen klar eine orientalische Herkunft.
Die Herkunft der Rühler lässt sich zumindest bis in das
Serbische und das Gebiet Bessarabien zurückverfolgen.
Grundlagen sind hier Namen und Bräuche: Die Kultur.
Zusammenfassend kann man das Gebiet die Karpathen
umschreiben.
Aber die Geschichte der Karpathenbewohner kann man u. U.
noch weiter zurückverfolgen. Dazu aber später mehr.
Zumindest der Dreispitz als Kopfbedeckung in den Trachten
deutet auf die Verbindung mit Piraten hin.
Zur Erinnerung: Noch um die Jahrhundertwende (um 1900)
war in Deutschland die Hoike (Burka) im Gebrauch.
Als Erwähnung muss dies sein, um die Lacher und
vermeintlichen "Besserwisser" in die Schranken zu verweisen!
So sieht eine Burka aus! Die Sarazenen: Hier
Die in Deutschland gebräuchliche Hoike (auch Heuke) wurde
von Männern und auch von Frauen getragen.
Bei Männern war es ein lose um den Körper geschlungener
Stoffumhang.
Bei Frauen ebenfall und dazu wurde noch der Kopf verhüllt
und nur ein Sichtfenster war frei. Beispiel: Hier
In Süddeutschland ist diese als "Scheube" bekannt.
Bildquelle: Hier
Die Schaube war ein langer Umhang. Zusätzlich haben Frauen
ihren Kopf mit einem Tuch umschlungen. Die Hoike ( Burka) kommt aus Afghanistan. Wo man das TeilHeute vermehrt sehen kann.Die in Deutschand / Allamannia bis vor 100 Jahren gebräuchliche Hoike kommt aus Nordafrika. HierEs ist schon erstaunlich, wieviel Wissen in wenigen Jahren
verlorengeht!
Tracht in der Kabyle Hier
Die Grafik zeigt eine Frau aus dem Kabyle-Riff (Nordafrika)
mit dem Kostüm der Haik (Hoike).
Die Namensverwandschaft Kabyle > Kabul ist mehr als auffällig!
Ein Blick zu den Berbern in Nordafrika und der "Haik" bringt
Einsichten und Ansichten!
Ein Link zu den Schönen Frauen von Algerien.
Hier
Ich habe dies nicht nur eingestellt, um die Silbe "Ger" im
Namen des Landes zu betonen.
Sondern um zu zeigen, dass Algerien schöne Frauen hat
und wie wirklich europäisch die Gesichter anmuten.
Die Bewohner Ruhlas werden in der Überlieferung als
schwarzhaarig beschrieben.
Frauen in der Kabyle / Algerien
(in sehr guter Auflösung) Hier
Wie früher die Thüringer Trachten aussahen, kann man
Hier sehen:
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