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   Zeichnungen aus den Schweizer Chroniken und deren Maler 
                                      näher betrachtet

       Diebold Schilling d. Ältere     -   Petermann Etterlin   

       Johann Jakob Wick

      Diebold Schilling der Ältere   -     * um 1445   -   † 1486

                                        Spiezer Chronik

Diebold Schilling d. Ä. war ein Schweizer Geschichtsschreiber
und Chronist.

Er verfasste drei Chroniken: Die Spiezer Chronik, die 
Berner Chronik und die Burgunder Chronik.

Da kein Abbild von Diebold Schilling dem Älteren existiert, 
versuche ich, diesem auf die Spur zu kommen:

                    Diebold Schilling d. Ä. in seinem Atelier

                      Autorenporträt der Spiezer Chronik
                                                         Bildquelle:    Hier
         Burgerbibliothek Bern, Mss. h.h. l 16, S. 41  -  Uploader: Adrian Michael

Wer ist nun Diebold Schilling der Ältere?

                                 Kann man dies überhaupt herausfinden?

Wenn man die Bilder lesen kann, ein klares:    Ja!

          Diebold Schilling der Ältere in seinem Atelier / Ausschnitt
           Bildquelle:   Wikipedia     /   Hier       Uploader:  Adrian Michael


Zu diesem Bild könnte das Image des Malers gezeigt 
werden, welcher hinter dem Pseudonym Diebold Schilling 
der Ältere steckt.

Ich habe drei Anfragen an die zuständigen Stellen geschrieben,
mit der ausdrücklichen Bitte meinerseits, das Abbild des Malers 
auf meiner Webseite zeigen zu dürfen.
Auf alle drei Anfragen erhielt ich keine Antwort! 
Eisiges Schweigen im "Walde".

                                      Warum wohl?

                Der Maler hinter Schilling dem Älteren ist: 

                                 Wilhelm von Schadow!

Die Antwort ist   Hier   zu finden. Das Abbild des Malers passt 
klar zu seinem Werk!
Gespiegelt und in die richtige Position gedreht, zeigt es die 
Ähnlichkeit. 

Aber W. v. Schadow (ein wahres Genie) hat noch mehr in diese Bild gepackt:

Das Sprichwort: "Ein AS in seinem Ärmel haben" gibt es
nicht von Ungefähr.
In seinem rechten Ärmel zeigt er das hebräische Tsade צ.
Dies erinnert klar an den Namen Schadow. 
Das Tsade ist immer der finale Buchstabe, wie auch Schadow 
der wichtigste Namensbestandteil im Namen ist!

Um im Tsade hat der Maler ein hebräisches Waw eingefügt.
Das Waw wird als "I" gedruckt und geschrieben, ist aber ein 
"W".
Damit haben wir klar die Initialen W. S.

Die Hülle des Buches, welches vor dem Schreiber liegt, hat 
die deutliche Form eines "W".
Und auch die Feder, welche der Schreiber in der Hand hält, 
weist vom Buch ausgehend mit ihren unterem Ende auf ein 
"S" am Schreibtisch.             W. S.
Er ist der Schreiber und der Künstler!

                                 Wilhelm von Schadow!

Der Schreiber schaut den Bär an: Was hat dies zu bedeuten?

Dies und mehr füge ich nach und nach an!

                   Diebold Schilling d. Ä.    -      Spiezer Chronik

                                   Bern im Laupenkrieg
                                  Bildquelle:  Wikipedia    /   Hier
gescannt von Peter Meyer  (ed.), / Berner - deine Geschichte, 
Bücher Verlag Bern 1981, S. 84.

Woran erkennt man in dieser Darstellung: 
"Bern im Laupenkrieg" den Maler?

In der Abbildung rechts wenden sich die anderen Bären dem 
goldenen Bären zu. 
Maler haben immer die Angewohnheit, sich selbst in ihre Werke 
einzubringen.

Wie kann man dies bei Tieren (hier Bären) machen?

In diesem Werk sind es die Nase und die Augen.

Am prägnantesten in einem Gesicht ist immer die Nase.
Schauen Sie sich die Nase des goldenen Bären an!
Auch zu diesem Bären hätte ich das passende Abbild, bekam 
aber auf meine klare Anfrage keine Antwort! Ich darf die 
Bilder nicht zeigen.
Dann nehmen wir den Link zu einem Image des W. v. S. Hier

Das Bild muss gespiegelt und der Kopf vergrössert werden.

Die Nase passt in ihrer Länge und Form deutlich zur Nase 
des Künstlers!
Die Augen sind analog gleich zu denen des Bären!

Geht doch!

Eine weitere Form seiner Nase im Seitenprofil zeigen die
Bären links in Gesichtshöhe des goldenen Bären.
Auch der äusserste linke Bär und der Bär mit der Flöte 
zeigen das typische Nasenprofil des W.v. Schadow.
Wobei besonders der Einschnitt an der Nasenwurzel  Hier
und Hier sehr gut und auch an den anderen Bären zu 
sehen sind!

Doch der Künstler hinter dem Pseudonym Diebold Schilling 
der Ältere hat seine Initialen mehrfach hinterlassen -

Einmal ganz unten im Schriftband - 
Das Sprichwort: "Seinen Wilhelm daruntersetzen" kommt 
hier zum Tragen:  W. v. S. 

Dann in der Trommel des unteren Bären:
An der Seite das W und V, sowie im Boden das O.
Wobei der Boden der Trommel das hebräische "O" zeigt, 
welches Samech, das "S" in der Übersetzung ist!

Im oberen geschnörkelten Schriftzug zeigt sich der Bär
in der Mitte und jeweils links ist das"S" und die 9 zu sehen, 
während sich rechts das Schadow'sche "S" als Schlange
aufrecht stehend, dem Bären zuwendet.

Die gedrehte Sechs (9), links im Schriftzug oben, ist im 
Hebräischen das Waw und zeigt das "W". 
Dem "W" (9) gegenüber ist das "S" zu sehen.

Einen weiteren Hinweis liefert die Zeichnung 
"Bern im Laupenkrieg":

Zu beachten ist die gewinkelte Handstellung (rechter Arm)
des goldenen Bären. Diese ist ebenfalls auf vielen Arbeiten
des F. W. v. Schadow zu sehen!

Z.B.:   Hier  /  Hier  /   Hier  /  Hier  /  Hier  /   Hier

W. v. Schadow
                    dieser Künstler ist Diebold Schilling der Ältere!

Damit stammen die Bilderchroniken des Diebold Schilling
dem Älteren nicht aus dem 15. Jahrhundert, sondern aus 
dem messbaren 19. Jahrhundert!

                  W. v. Schadow:      Wikipedia    Hier

                     Petermann Etterlin   um 1430/40 - 1509 

                   Kronika von der loblichen Eydtgnoschaft     Titelblatt
                                               Bildquelle:  Wikipedia     Hier

Die erste gedruckte Chronik der Schweiz ist die sogenannte
Schweizerchronik des Petermann Etterlin.

Hier wird die Titelseite gezeigt. Abgesehen vom Malstil, an dem 
man den Künstler klar erkennen kann, zeigt der Maler,
welcher diese Grafik gestaltete, auch seine Initialen.

Ganz oben rechts neben der Mitte zeigt der Berner Bär mit
seine Zunge auf den Schriftzug im Band:

Aus einem "J" am Anfang wird im Band ein "G" und windet 
sich rechts vom Bär in ein "S". 

Sehr schön gemacht zeigt der Bär die Anfangsinitialen des 
Künstlers Johann Gottfried Schadow!
Das "von" möchte ich auch nicht unterschlagen, denn das 
Titelblatt stammt von der Hand dieses talentierten Künstlers.
Dies kann er auch, denn er ist ein Berliner.

Damit ist dieses Blatt nicht aus dem Jahre 1507, sondern
entstand erst sehr viel später!

Auch die rare Ausgabe der Schweizer Chronik des
Peterman(n) Etterlin zeigt in der ersten Grafik den Löwen.
Dessen Schwanz zeigt ebenfalls deutlich das "J" und das "S".
Zu sehen:   Hier
Dort kann man auch unter der Krone jeweils gegenüber 
das "J" und das "G"sehen!

Weiterhin in der Malweise des Gesichtes und des Körpers 
(Beine)   Hier

               Die Wickiana  Johann Jacob Wick

In der Volkskunst der Schweiz und bei den Bilderchroniken 
ist sie nicht wegzudenken und hat einen festen Platz:

                                        Die Wickiana

Benannt nach ihrem Sammler  Johann Jacob Wick 
(1522 - 1588) wurde die Wikiana von 1560 - 1588 in 24 
Bänden datiert.

Wick nannte seine Aufzeichnungen Wunderbücher. Dies 
deshalb, weil in ihnen allerlei Merkwürdigkeiten,
wie Morde, Hexenverbrennungen, Kometen, die Bluthochzeit 
von Paris und andere Ereignisse des 16. Jahrhunderts 
beschrieben sind.
Man sieht die Wickiana als Spiegel der europäischen 
Geschichte des 16. Jahrhunderts.

Betrachtungen zur Wickiana:        Hier  und   Hier

Sicher ist die Wickiana einzigartig in ihrer Berichterstattung 
aus dem 16. Jahrhundert.

Aber stammt diese wirklich aus dem 16. Jahrhundert und 
wer malte die Bilder dazu?

                Schauen wir stichprobenartig einmal hinein!

Johann Jacob Wick  -  

Hinrichtung von Verena Trost, Barbara Meyer und deren Tochter
Anna Lang im Bremgarten als Hexen mit dem Feuer
                            Bildquelle:  Wikipedia /  Hier   Zentralbibliothek Zürich

                  Bilddetail der Hinrichtung der Verena Trost
                    Bildquelle:   Wikipedia (Ausschnitt)   Hier  Zentralbibliothek Zürich

Der Verfasser der "Wickiana", Johann Jacob Wick trägt 
den gleichen Vornamen wie der Künstler Johann Gottfried 
Schadow!
Dies ist keinesfalls zufällig!
Die Signatur des Johann Gottfried Schadow finden wir 
ebenfalls auf der linken Seite der Grafik am Griff des 
Kessels über dem Feuer!
Direkt im Kessel ist seine Signatur noch einmal zu sehen!

Der Schwanz des Teufels auf der linken Seite am Feuer 
endet gleichfalls in der Signatur des Künstlers Johann 
Gottfried Schadow! Das "G" ist auf dem Zaun daneben
zu sehen!

Die Signatur Johann Gottfried von Schadow mit dem
geschwungenen S und der "G" Schleife kann man Hier
sehen!

Die Wickiana und ihre Grafiken entstammen nicht dem
16. Jahrhundert, sondern dem messbaren 19. Jahrhundert!

                Eine weitere Zeichnung aus der Sammlung Wickiana

                                              Hexensabbat
                         Bildquelle:      Wikipedia       Hier   Zentralbibliothek Zürich

                     Detail / Johann Jacob Wick   -   Hexensabbat
                Bildquelle:    (Ausschnitt)  Wikipedia    Hier  Zentralbibliothek Zürich

Die Grafik "Hexensabbat" aus der Sammlung Wickiana zeigt
im Ausschnitt an der Peitsche ebenfalls das "S" und das 
geschwungene "G" des Künstlers Johann Gottfried von 
Schadow.
Signatur des Johann Gottfried Schadow:      Hier
Webseite hierzu:      Hier     

Johann Gottfried Schadow war nicht nur ein hochtalentierter 
Bildhauer, sondern auch ein sehr guter Beobachter und 
Zeichner.

Was Wenige wissen: Er war auch ein bissiger Karikaturist! 
(Napoleon)
Damit ist auch bei dieser Grafik der Name Johann Jakob 
Wick auf seinen tatsächlichen Maler zurückgeführt und 
benannt!

                           Johann Gottfried von Schadow