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                              Der Fisch im Grundriss der Wartburg 


          
Der Grundriss der Wartburg zeigt die Form eines Fisches, welcher mit dem Kopf nach
Süden zeigt. Er steht in der Umkehr auf dem Kopf.
 
Im Griechischen nennt man den Fisch „Ichthys“ (  ΙΧΘΥΣ ).
Er besteht in seiner Darstellung aus zwei aneinander gefügten Bögen   Hier
 
Die beiden Bögen vereinigen und überschneiden sich am Ende des Fisches (Schwanz) zu
einem gesenkten und einem erhobenen Teil.
                   Beide Bögen überschneiden sich am Ende zu einem Kreuz.
 
Im Lateinischen nennt man den Fisch „Piscis“
 
...Ov. u. Colum.: pisces gemini od. gemelli
   (einer nach Süden, der andere nach Norden gehend), Ov.: piscis maior, anderes Gestirn
   am südlichen Himmel, Avien. Arat. 106,
Quelle:  Zeno.org   Hier
 
...Ov.: curvus piscis, der Delphin
Quelle:  Zeno.org     Hier
 
Der Delfin im Wort:  Del(l) fin. Der Delphin bezieht sich auf den Fisch und dessen Ende
(Französisch Ende: „fin“)
 
...39. Die Fisch haben ein schön ansehn, denen der Koppf weit vom Schwantz steht. –
   Lehmann, 940, 24. 
Quelle: Wörterbuch Wilhelm Wander   Hier
 
...58. Ein Fisch, der oben schwimmt, steht eher ab, als einer, der unten bleibt. – 
   Parömiakon, 1647.
Quelle:  Wörterbuch W. Wander     Hier
 
...101. Fische und Vögel steuern ganz allein nur fort mit ihrem Schwanz. – Eiselein, 173.
Quelle:  Wörterbuch W. Wander   Hier
 
...134. Ist der Fisch nicht frisch, so taugt er auf keinen Tisch. 
   – Eiselein, 171.
Quelle:  Wörterbuch W. Wander     Hier
 
...182. Von Fischen und Engeln ist nicht gut predigen, sagte der Pfaff am Michaelistage,
    niemand weiss, was Er oder Sie ist.          –        Simrock, 2491; Hoefer, 831.
Quelle: Wörterbuch W. Wander    Hier
 
...294. Der Fisch, welcher entwischt ist, erscheint immer grösser.    –    Merx, 27.
Quelle:  Wörterbuch W. Wander    Hier
 
Die Wartburg wurde auf dem Warteberg erbaut.  Warten ist ein Synonym von Sitzen.
Demzufolge hatten auch die Thüringer Landgrafen zeitweilig ihren Sitz auf dem Berg.
 
So erscheint auch folgerichtig im Grundriss die Wartburg die Zweiteilung in Vorburg
und Hauptburg.
Zur Hauptburg kommt man aber nur durch den Einlass im Norden am Ende des Fisches.
 
Infolge der Landnahme und Eroberung durch die neuen Herren wurde der Turm in der
Vorburg abgetragen und ist nicht mehr vorhanden.
 
Stattdessen zeigt die Burg Heute in der Hauptburg zwei Türme.
Der kleinere Südturm (Pulverturm) und den Hauptturm (Bergfried) am Palais. 
Der kleine ehemalige Pulverturm „hängt“ am Südende der Anlage.
Ansicht der Wartburg mit beiden Türmen von SW   Hier
 
Vorne ist der kleine Turm zu finden (Pulverturm) und in der Mitte steht auf der höchsten 
Stelle der Donjon oder Hauptturm.
 
Der franz. Begriff „Donjon“ weist auf die Herren (Jon ist die Kurzform von Johannes).
Der engl. Begriff für Hauptturm ist „Dungeon“.
 
Dagegen ist der Hauptturm (Bergfried) zum Palais leicht versetzt (19...?) erbaut worden.
 
Er steht auf der Seite an der Stelle, wo das innere Burgtor das Areal fast mittig in
zwei Teile teilt.
Man nennt den Hauptturm oder Donjon im Englischen auch „Keep“.
 
Die Kiepe ist eine Tragevorrichtung. Der heutige Pendant ist der Rucksack, welcher hinten
getragen wird.                 „Keep“ ist auch eine Bleibe, ein Schutz. 
 
Die Nahtstelle der Burgteilung und der Donjon demonstrieren im Wechsel Macht und
Schutz. 
„Keep“ kommt auch von kippen, beugen.
Grosser und kleiner Turm sind symbolisch im Wechsel.    
 
Der Bergfried ist der höchste Turm auf der zumeist höchsten Stelle eines Bergrückens. 
Hier auf der Wartburg trägt er das Kreuz auf auf der Krone.
Umgekehrt steht der Donjon auf dem Bergrücken. Der Rücken ist das Kreuz.
 
Ebenso liegt der Fisch in der Umkehr auf dem Bergrücken. 
Die Südseite der Wartburg markiert die Vorderseite des Fisches. 
 
Das Ritterbad ist das Auge des Fisches. Über dem Auge liegt auch der Pallas, der grösste
Baukörper der Burg.
 
Der Fisch hat die Form eines Welses. Die Wegeform im Grundriss, welche um die Burg
führt, markieren seine Antennen.
 
Wälze
 
...wälze, f. oberd., grad einer waldhöhe, bergrücken, 'von wo 
                           ein schlägel nach beiden seiten herunterrollt' (?) Schm. 2, 519.
Quelle: DWB    Hier
 
Der Grundriss der Wartburg zeigt eine Variante der Kalligrafie für „Allah“. 
 
Wels
 
...seit dem frühnhd. bezeugt. alter s-stamm germ. *hwalis-    zu germ. *hwali- in an.
   hualr, *hwala- in ahd. (h)wal,    nhd. wal teil 13, 1068,
Quelle:  DWB    Hier
 
Ob diese Namensähnlichkeit damit zusammenhängt, weiss man nicht. Sie ist vorhanden.
Vielleicht hat man diesen grössten Süsswasserfisch Europas zu dessen Ehren mit dem 
Namen des „Allergrössten“ und Allerhöchsten“ belehnt.
 
Der Eingang zur Burg liegt an ihrem Ende.  Dort endet auch der Weg zur Burg.
 
Das „A“ am Ende für Anfang“ ist auf dem Grundriss der Wartburg ebenfalls im Schwanz zu sehen.
 
Luther-Bibel Offenbarung 1,8:
 
                 „Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht 
                  Gott der HERR, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige“
Quelle:     Hier
 
           Luther ist auf der Wartburg allgegenwärtig und der Donjon trägt das Kreuz!