Geschichte besteht aus Geschichten

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        Rotkäppchen und der Wolf
               Märchenbrunnen in Wuppertal
                        Bildquelle: 
    Hier      /   Autor: N. Zdunik

In der französischen Urfassung des Rotkäppchens legt sich
das Rotkäppchen zur Grossmutter ins Bett.

In einem Film mit Louis de Funes erzählt dessen Diener die 
Geschichte vom Rotkäppchens, während der begnadete 
Schauspieler de Funes auf einem Pferd sitzt und 
zuhört. 
Das Rotkäppchen bringt der Grossmutter ein paar Zigarren 
und eine Flasche Schnaps.
Das Ende der Geschichte bekam Louis de Funes nicht mit,
den er war eingeschlafen.

So will ich die Geschichte zu Ende bringen und aufzeigen,
was in der zweiten Lesebene dahinter steckt!
 
Denn:


Die Gebrüder Grimm waren nicht nur Esoteriker, sondern in
dieser Hinsicht
doch schon ganz arglistige Buben!



Doch:

                      Zuerst die Geschichte!


        Die Phantasie ist das einzigste Paradies,
            aus dem wir nie vertrieben werden!

                Die Geschichte
                          vom
    Rotkäppchen und dem Wolf
 

                                            Charles Perrault

                                           Das Rotkäppchen

Eswar einmal ein kleines Mädchen, ein herziges Ding, das alle Weltliebhatte. Am liebsten hatte es die Großmutter, die kaufte ihm einMäntelchen mit einer roten Kapuze daran, und danach hieß esRotkäppchen. Eines Tages, da die Mutter Kuchen gebacken, sagte sie zuRotkäppchen: »Rotkäppchen, die Großmama ist krank, geh hin underkundige dich, wie es ihr geht, und bringe ihr hier von den schönenKuchen, solange sie noch frisch sind, und etwas Wein und Butter dazuund allerlei gute Sachen, die ich in das Körbchen packe.«

Rotkäppchenging immer gerne zur Großmutter, obwohl es ein langer Weg war, denn manweiß es ja, wie die Großmütter die Enkelchen lieben, und das Enkelchenmöcht ich sehen, das nicht auch die Großmutter liebhätte.

Ehe esging, sagte noch die Mutter: »Kind, Kind, gehe immer geradeaus, siehnicht rechts, nicht links, und lasse dich durch niemanden vom geradenWeg ablocken!«

So ungefähr sagen ja die Mütter immer, wenn dieTöchter hinausgehen. Manchmal nützt es, öfter auch nicht, denn diebesten Reden sind ja aus Luft gemacht.

Zeichnung: Dore

WieRotkäppchen in den Wald kam, begegnete ihr der Gevatter Wolf. Sie hattekeine Angst, denn sie war ein unschuldiges Ding, das noch nicht wußte,was ein Wolf ist. Er aber verstand sich ganz wohl auf einen gutenBissen, und er hätte sie am liebsten gleich aufgefressen, wenn nichtLeute in der Nähe gewesen wären, die er fürchtete. Da machte er sich soan sie, wie man zu tun pflegt, mit gleichgültigen und freundlichenReden.

»Guten Morgen, Rotkäppchen! Wohin des Weges?«

»Dankeschönstens! Ich gehe zur Großmutter, die ist krank, und ich bringe ihrfrischgebackene Kuchen von meiner Mutter und Butter und Wein undallerlei gute Sachen.«

»Wohnt sie weit von hier, deine Großmutter?«

»O ja, recht weit, hinter dem Walde, an der Mühle vorbei, im ersten Hause vor dem Dorfe.«

»Nun,da sie krank ist«, sagte der Wolf und legte fromm die beidenVordertatzen ineinander, »nun, da sie krank ist, will ich sie auchbesuchen. Ich mache gerne Krankenbesuche, tröste die Leidenden undspreche ihnen von Gottes Wort. Gehe du nur geradeaus, liebesRotkäppchen, sieh nicht rechts, nicht links und lasse dich durchniemand vom geraden Weg ablocken. Ich will nur noch einen Krankenbesuchmachen, dann komme ich dir nach.«

Der gute Wolf, dachteRotkäppchen, er spricht gerade wie meine Mutter. Aber wieviel muß er zutun haben, wenn er alle Leidenden trösten will. Es gibt doch recht guteSeelen! Und wie er sich beeilt, um Gutes zu tun! Läuft er doch, alskönnte er es nicht erwarten. Während sie so dachte, lief der Wolf inder Tat, was er laufen konnte, aber nur um Rotkäppchen einen Vorsprungabzugewinnen und vor ihr bei der Großmutter anzukommen.

Rotkäppchensah viele schöne Blumen im Walde stehen, die pflückte sie und stecktesie in die Butter und in die Kuchen. Dann wand sie Kränzchen undschlang sie um die Flasche, um alles recht schön aufzuputzen. Dannguckte sie manchem Vöglein ins Nest und wunderte sich, wie die Jungendie gelben Schnäbel so weit aufmachten. Sie brach kleine Kuchenstückeab und steckte sie ihnen hinein.

Zeichung: Dore

So,dachte sie, tue ich auch etwas Gutes, denn die Vöglein sind gewißhungrig. Wein darf ich ihnen nicht geben, ich bekomme ja auch keinen,denn er ist nicht für die Jugend.

Der Wolf hatte indessen seineZeit nicht verloren mit Blumenpflücken, Kränzleinwinden,Nestleingucken – denn die Bosheit eilt, als ging's ins Paradies – undwar vor dem Hause der Großmutter angekommen und klopfte an die Türe:Top! Top!

»Wer ist draußen?« fragte die Großmutter mit ihrer schwachen Stimme.

»Ich bin es, das Rotkäppchen. Ich bringe dir Wein und Kuchen und allerlei gute Sachen.«

»Drücke die Klinke, und sie wird springen!«

DerWolf drückte die Klinke, und sie sprang, und er warf sich auf die armeGroßmutter und verschlang sie in einer Minute, als wäre es nichts. Danntat er ihre Kleider an, setzte ihre Haube auf, zog sie tief insGesicht, schloß die Türe, legte sich in das warme Bett und wartete.

Hatschon die alte magere Großmutter gut geschmeckt, dachte er, wie wirderst das appetitliche Rotkäppchen schmecken. Ich sehne mich nach ihr,ich liebe sie zum Fressen.

Rotkäppchen ließ nicht lange auf sich warten. Top! Top!

»Wer ist draußen?« fragte der Wolf und gab sich alle Mühe, die Stimme der Großmutter nachzuahmen.

»Ich bin es, das Rotkäppchen. Ich bringe dir Wein und Kuchen und allerlei gute Sachen und viele Blumen.«

»Drücke die Klinke, und sie wird springen!«

Rotkäppchendrückte die Klinke und trat ein. Die Stimme der Großmutter klang ihretwas verdächtig, und in der Stube war eine sonderbare Luft, fast wiein einer Menagerie. Es wurde ihr eigentümlich zumute. Ahnung nennt mandas, und wie es heißt, empfindet das jeder, der gefressen werden soll.Sie wußte gar nicht, was tun und sagen, und sah sich ganz ängstlich inder Stube um. Der Wolf zog die Decke übers halbe Gesicht, und anstattsie gleich zu fressen wie die Großmutter, sagte der alte Sünder mitverstellter Stimme: »Mein liebes Rotkäppchen, stelle die Sachen hin,kleide dich aus und lege dich zu mir ins Bett.«

Zeichnung: Dore

Zitterndgehorchte das Rotkäppchen, kleidete sich aus und legte sich ins Bett zudem alten Sünder. Ach, dachte sie, es ist mir, als hätte ich unrechtgetan, daß ich der Mutter nicht gehorchte und daß ich nicht den geradenWeg gegangen bin. Und wie sie die Decke aufhob, war sie erstaunt überdas Aussehen der Großmutter.










»Aber Großmutter, was hast du   für lange Arme?«

»Daß ich dich besser umarmen kann.«


»Aber Großmutter, was hast du für lange Ohren?«

»Daß ich dich besser hören kann.«


»Aber Großmutter, was hast du für große Augen?«

»Daß ich dich besser sehen kann.«


»Aber Großmutter, was hast du für ein entsetzliches Maul?«

»Daß ich dich besser fressen kann.«


Und wie er das sagte, fraß er sie auf.

Aberdas wäre eine ganz traurige Geschichte, wenn sie so enden sollte, undda gäbe es ja gar keine Gerechtigkeit auf Erden, wenn die Wölfe dieRotkäppchen so ungestraft fressen könnten. Gerechtigkeit muß sein. Undso war es. Der Wolf schlief ein, als hätte er das beste Gewissen, dennsein Grundsatz war:

Ein guter Bissen ist das beste Ruhekissen –

undschnarchte, daß der Wald davon widerhallte. Dieses Schnarchen war seinVerderben. Der Jäger hörte es und kam herbei, ohne zu wissen, daß er indiesem Moment die göttliche Gerechtigkeit vorstellte, wie es überhauptwenige Menschen wissen, was sie vorstellen. Erst glaubte er, es sei diealte Frau, die so schnarchte. Wie er aber sah, daß es der Wolf war,sagte er sich gleich, daß er gewiß etwas im Leibe habe, zog leise seingroßes Messer hervor und schnitt ihm den Bauch auf. Da sprang nicht nurdas Rotkäppchen, sondern auch die Großmutter heraus.

Der Wolf,dem nichts so unangenehm war wie ein leerer Bauch, erwachte und machtegroße Augen, als er die Großmutter und Rotkäppchen vor sich stehen sah.Er war sehr empört, daß man es wagte, ihm wieder zu nehmen, worauf ersich mit seinen Zähnen ein Recht erworben. Er wollte eben seine Stimmeerheben, um sich zu widersetzen und sein Recht zu wahren, als ihn derJäger niederschoß. »Denn«, sagte der Jäger, »das Laster muß am Endebestraft werden, anders geht es nicht.«

Rotkäppchen aber wich niewieder vom geraden Wege ab, und der Großmutter hatten der heilsameSchreck und der Aufenthalt im warmen Leibe des Wolfes sehr gut getan,daß sie nie wieder den Schnupfen bekam. So wurde beiderseitig dieUnschuld gerettet. Damit aber auch die Tugend belohnt wurde, trank derJäger allen Wein aus, den Rotkäppchen mitgebracht hatte.


Quelle:       Hier
 

Die Geschichte vom Rotkäppchen ist in vielen Ländern bekannt
und wird auch verschieden erzählt.
Z. B. heisst sie in England: "Der kleine reitende rote Hut".
Dies nur Nebenbei.

Wie oft haben wir als Kinder die Grimm'schen Märchen und

auch andere Geschichten verschlungen.
Diese waren einfach zu schön!

Wer hat seinen Kindern nicht auch schon Märchen vorgelesen?

Aber wer weiss schon, was da vorgelesen wird?

Die Märchen haben Alle eine zweite Lese-/Bewusstseinsebene.

Von der zweiten Ebene möchte ich einige Gedanken anfügen:


Das immerwährende Thema Nr. 1 bei den Menschen ist
der Sex. Dieser kann
in unzähligen Variationen betrieben
werden und hier hat jeder Mensch seine
eigenen Vorlieben
und Vorstellungen.

Das sexuelle Verlangen hat die Natur geschaffen, um den
Erhalt der Art zu sichern.
Daher ist das Verlangen und die
Praxis nichts Aussergewöhnliches und auch nichts
Böses.
Ziel ist immer die Befriedigung des Verlangens und der
Sehnsucht! Wenn dieser
Umstand der Befriedigung erreicht
ist, dann schafft es Frieden und kann auch
Medizin zur
Heilung sein.

Menschen, welche dieses Ziel nicht erreichen oder nicht
innehaben, können derweil
unruhig oder gar bissig im
Charakter sein.


Aber die natürlichste Sache der Welt ist eigentlich ein
offenes Geheimnis. Doch
genau dieses offenste Geheimnis
wird am strengsten gehütet. Es ist einfach so und
ist in die
Moral der Gesellschaft eingebunden.
Meist trifft es zu, dass
die strengsten Moralisten in dieser Sache doch gar nicht so

artig sind, wie diese so oft tun. Aber darum soll es hier
 nicht gehen.


Das Thema Nr. 1 beflügelt natürlich auch die Phantasien in
allen möglichen
Variationen und so kann man diese auch
verschlüsselt in allen bekannten Künsten wiederfinden.

In den Märchen nicht - werden Einige entgegen.
Doch - So ist es und wir wollen mal genauer hinschauen.

Die Figur des Rotkäppchens ist in Rot gekleidet und trägt
ein rotes Käppchen.
In England heisst die Figur "Reitendes
rotes Käppchen".
Hier meint es wohl Ausflug. Aber:
Wenn es um Sex geht, dann wissen die Meisten schon
Bescheid, wenn es um
den Begriff "Reiten" geht.
Die englische Übersetzung bietet aber viel mehr:

ride = ausfahren, ride = herumgleiten / hin- und hergleiten,
to go for a ride = eine Spritztour machen,
to take someone for a ride = Jemanden verarschen,
a pleasure ride = eine Vergnügungsfahrt.
 
Wer ist nun das Rotkäppchen und wer reitet?
Das Ding um welches es sich dreht, hat sich rot verkleidet.
Also seine Farbe
gewechselt.
Es ist der Phallus, das männliche Glied, welches sich aus
seinem blassen
Ruhezustand erhebt und sich wegen der
Durchblutung rot färbt!


Wer ist der Wolf?
Viele Menschen kennen sich am eigenen Körper recht gut
aus. Der Wolf steht in der
Esoterik / Erotik für einen ganz
bestimmten Körperteil. Viele können sich an die
Schmerzen
erinnern, wie es ist, wenn man sich einen "Wolf gelaufen"
hat. Es geht
also um das erotische Hinterteil.
Und zudem trägt ja der Wolf auch seinen Schwanz hinten.
Das ist es ja, um was
es in dieser Geschichte geht.

Was geht hier ab?  

Die Esoteriker / Künstler haben hier ganz geschickt eine
Geschichte gebaut, welche
sich für den Normalbürger ohne Hintergrundwissen nicht erschliesst!

Das Rotkäppchen geht zur Grossmutter.
Die Grossmutter hat sich auch verwandelt. In der Geschichte
zum Wolf bzw. dem
Hinterteil. Dabei kann man schon am
Wort: Gross-mutter erkennen, um was es geht.

Gehen wir in das Wort direkt und befragen es.
Den Ausdruck (kommt von Drücken): "Gross machen"
kennen fast Alle aus ihren Kindertagen. Dann haben wir
den Körperteil, aus dem dieser "Abfall" "geboren" wird.

Also: Die Mutter vom "Gross".

Nun wissen wir, wo das Rotkäppchen zu Besuch geht und
"gefressen" wird.


Die Geschichte wird ja in verschiedenen Versionen, je nach
Land, erzählt und in
allen Fällen bleiben Grossmutter und
das Rotkäppchen am Leben. Das heisst:

Die Geschichte hat ein gutes Ende!

Muss es ja, denn auch im natürlichen Leben bleibt es nicht
beim einmaligen Sex und die Geschichte beginnt von Vorne.
Verzeihung: Von Hinten!


Bleibt eine Frage: Warum ist die Rotkäppchen weiblich?
Auch hier ist es eine Verwandlung. In Wirklichkeit ist er
genau das Gegenteil und männlich.

Den darin liegt schon seit Menschengedenken seine Kraft
nicht nur in den Vorstellungen und
Geschichten.

Bleibt nur noch der Wolf selbst. Diese Figur ist männlich,
hat den Schwanz Hinten und so sind wir beim
gleichgeschlechtlichen Sex angelangt und genau dies
erzählt dieses Märchen. Denn der Wolf ist in der Farbe Braun.
Also: Mann zu Mann.


Die Geschichte hat noch weitere verborgene Teile. Diese möchte
ich aber lieber weglassen.
Es ginge dann zu weit in der Moral.

Anschliessend verweise ich auf ein Video der Geschichte in
Englisch:


"The little riding red hood".

Wenn Rotkäppchen das rote Teil vom Kleiderhaken nimmt,
kann man links davon die blaue Mütze sehen.
Blau als Farbe steht in Osteuropa / Orient für
Schwul. Und auch der Wolf trägt im Bett der Grossmutter
ein blaues Hemd.

Während Rotkäppchen durch den Wald läuft, sind am
Wegesrand Hasen (stehen für Fruchtbarkeit) und Vögel
(...Vögel(n)) zu sehen. Das braune Eichhörnchen und der
ebenfalls braune Fuchs haben schöne Schwänze (Hinten).

Am Wegesrand werden in Nahaufnahme Blumen in Form
einer Rosette eingeblendet.
Und ganz wichtig: Das Rotkäppchen zeigt mit seinem rechten
ausgestrecktenArm für einen Moment den optimalen Winkel
der Standfestigkeit eines Phallus.

Wer etwas aufpasst, erkennt in den Beinen des Wolfes den
Phallus und in seiner Kopfbedeckung das Hinterteil
(dies ist aber nicht lange zu sehen).


Das Häuschen trägt im Fenster Herzen. Das Herz steht auch
für das Hinterteil.


Nicht umsonst heisst es:  Herzlich willkommen!

Also das Herz und dort will er kommen!

Zum Schluss bitte ich meine Sprache nicht zu verdammen.
Anders kann man diese Geschichte nicht verständlich
machen.


Und: Ich bin ein Hetero! Das bin ich gerne!

Ich habe auch lange überlegt, ob ich das Märchen kommentiere.
Aber ich meine, wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft!

Soweit:

Lassen Sie es sich gut gehen!

...übrigens sind die märchen sehr obenhin gesudelt 
   Cl. Brentano 9, 142;
Quelle:  DWB     Hier


© I. Jäger, BI


             Video:  "The little red riding hood"     

     Eine wunderschönen Seite mit Rotkäppchen - Darstellungen!

                                                          Hier